Gestern und Heute

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Denkt man an die deutsche Doppelhaushälfte, dann wird wahrscheinlich den meisten Liebhabern von Interior Design etwas schummrig. Was wäre da anderes zu erwarten als die gute, alte Küchenecke aus Eiche und die Sofalandschaft in mehr als gewöhnungsbedürftigen Mustern? Aber auch in Kansas City würde man vielleicht nicht unbedingt Spektakuläres vermuten, wenn man an das Innere eines sogenannten Duplex denkt, was nichts anderes als Doppelhaushälfte bedeutet.

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Doch schon ein erster Blick in das Innere dieses Hauses aus den 1960ern belehrt uns eines Besseren. Die Schaltzentrale des Erdgeschosses ist die lang gezogene Küche, die mit ihrem dunklen Furnier keineswegs ihren Sixties-Ursprung verleugnet. Ganz im Gegenteil, dank des schwarz-weiß Kontrasts der restlichen Oberflächen, entwickelt der dunkle Holzlook sogar seinen ganz eigenen Reiz.

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Noch im Küchenbereich steht ein Esstisch, der wiederum gleich an eines der drei Wohnzimmersektionen anschließt. Beide Bereiche sind lediglich durch einen Steinquader in verschiedenen Grauschattierungen getrennt, indem sich darüber hinaus auch noch ein Kamin befindet.

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Eine Nische mit gemütlichem Sofa und einer Vintage-Kommode ist auch gleich neben Esstisch eingerichtet, so dass es zu beiden Seiten nicht weit ist, wenn man es sich nach einer ausgiebigen Mahlzeit etwas Gemütlicher machen will.

Zum Loungen und Schmökern lädt auch der Eingangsbereich ein. Ein Sesselpaar aus den Sechzigern auf zwei Rinderfellen gebettet steht direkt gegenüber zweier langer Regalzeilen. Farbakzente, die das eher schwere und vorherrschende Dunkelbraun auflockern, bieten die beiden türkis-himmelblauen Schiebetüren.

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Besonders Mut zur Farbe finden wir dann auch noch an einem Ort, wo man es vielleicht sogar am wenigsten vermuten würde. Das Badezimmer erstrahlt in einem knalligen Grasgrün. Nur das alte Bahnhofsschild sorgt für einen Hauch Nostalgie. Ansonsten zeigt sich das Badezimmer in komplett modernen Armaturen.

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Das Schlafzimmer schließt wiederum an den Stil der Wohnbereiche an. Entlang des Betts führt eine dunkle Schrankwand, die mit einer weißen, rechteckigen Ablage gehighlighted wird. Bemerkenswert auch, wie sich der strukturierende Steinquader mit Feuerstelle hier wiederfindet und dieses Mal das Schlafzimmer von einem weiteren Badezimmer abtrennt.

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Das Team von Kem Studio, die für das Interior Design dieses Wohnhauses verantwortlich sind, haben LoveDesigns in jedem Fall überzeugt, dass ein Duplex mit Sixties Touch so gar nichts miefiges haben muss und, wer weiß, vielleicht versteckt sich hinter der ein oder anderen Doppelhaushälfte ja auch aufregendes Design. Wir halten jedenfalls ab jetzt die Augen offen.

1 Kommentar

  • Antworten Juni 23, 2016

    Sebastian

    Die Kombination des Badezimmers ist zwar mutig, aber sehr interessant.

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